Autor Thema: Verw"E"gene Frage  (Gelesen 4516 mal)

Offline Ben

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Verw"E"gene Frage
« am: Januar 15, 2018, 19:29:05 pm »
Hallo liebe Bastelgemeinde,

der Motor unseres Wohnmobils hat uns im Sommer im Stich gelassen, und trotz Rüdigers 1a Ersatzteil (tolle Dieselpumpe, danke noch mal dafür!) seitdem keinen Mucks mehr von sich gegeben - möglich, dass die Werkstatt da Mist gebaut hat.

Wir fragen uns nun: Should it stay or should it go? Und in den Zusammenhang:
Hat vielleicht zufällig jemand schon mal von einem E-Umbau bei so einem alten Teil gehört? Geht das überhaupt??? (Bei Enten soll das ja möglich sein, aber die sind auch leichter.)

Das ist wahrscheinlich unser letzter, schon ziemlich verzweifelter Hilferuf vor der Anzeige unter "Biete - an selbstabholende Bastler im Raum Berlin abzugeben"… aber dazu haben wir das Ding doch zu gern (4 Jahre mit u.a. Balkan, Südfrankreich, Dänemark - mit in dieser Zeit neuem Kühler, Lichtmaschine, Hinterachse). Das schweißt zusammen.

Gruß,
Saskia und Matthias

Offline Dr. der Schraubologie

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« Antwort #1 am: Januar 15, 2018, 19:38:38 pm »

der Motor unseres Wohnmobils hat uns im Sommer im Stich gelassen, und trotz Rüdigers 1a Ersatzteil (tolle Dieselpumpe, danke noch mal dafür!) seitdem keinen Mucks mehr von sich gegeben - möglich, dass die Werkstatt da Mist gebaut hat.

Versteh ich das richtig, dass das Fahrzeug in einer Werkstatt repariert wurde (Pumpe eingebaut) und er läuft trotzdem nicht?
Wenn ja, was sagt die Werkstatt dazu?
Ein E-umbau ist vermutlich nicht unmöglich, aber um das selbe Geld kannst du dir mehrere Motoren überholen lassen.
Bei dieser uralt Technik muss es doch möglich sein für einen älteren Mechaniker den Fehler zu finden.
alle Kassen

Offline Wilk

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« Antwort #2 am: Januar 15, 2018, 20:12:39 pm »
schade,
dass ich mich mit den dieseln nicht so auskenne. nen benziner hätte ich dir 100% bestimmt zum laufen gebracht. allein vom gewicht der akkus, wird's mit elektrik  nicht klappen.
mein vorschlag: werkstatt nichts bezahlen und ne andere qualifiziertere aufsuchen. sollte doch in berlin nicht so schwer sein noch einen monteur der alten garde aufzutreiben..
frage mal bei den maniacs an. die machen zwar hauptsächlich daimler aber fragen kostet ja nichts
gruß klaus    wilk
Lieber drei richtige Gegner, als einen falschen Freund.

Offline pascalts

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« Antwort #3 am: Januar 15, 2018, 20:44:24 pm »
Moin,

ich bin angehender Elektroingenieur und habe das ganze schon mal durchgerechnet. Machbar ist das (hatte glaube eine 40kW Synchonmaschine berechnet). Aber: Reichweite bei 10000€ nur für den Akku etwa 150 km. Für den Rest mit Einbau nochmal so viel. Wenn man es selber macht kommt man billiger, muss dann aber die EMV Prüfung machen, was für Privatpersonen finanziell nicht handelbar ist.

Ich wünschte es ginge einfach, aber nein, leider nicht. Technisch ist es machbar, sinnvoll finanziell leider nicht.
Hymermobil 521 Bj '78 (Untergestellt '77), 79 PS Benziner, 2,3 l

Offline Ben

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« Antwort #4 am: Januar 15, 2018, 21:57:56 pm »
Oh danke für die vielen Tips - und ja, @pascalts, sieht wohl so aus als wäre das ein schöner, aber völlig unbezahlbarer Traum. (Hatte gerade mal andere Umbau-Projekte recherchiert, das ist derzeit wohl nur was für echte Liebhaber oder sehr sehr reiche Menschen (oder beides)) :-(
Fragt sich, wie viele Jahre man warten müsste (und das Ding in die Scheune stellen) bis so was erschwinglich wäre...

@ Herr Doktor: Die unfähige Werkstatt haben wir tatsächlich nicht bezahlt (oder fast nicht), wollten die auch gar nicht. Aber schon blöd, die haben das einfach nicht hinbekommen und auch nicht bescheid gesagt. Jetzt steht das Teil bei einem anderen, hoffentlich fähigeren Tüftler, der immerhin den Herztod offiziell bestätigt hat ("So kann das nie gefahren sein, da drin ist ja alles locker") – und auch meinte, er kann uns den Motor rausbauen und überholen lassen. Aber das kostet ja auch mal schnell 2.500 €, und dann geht als nächstes die Kupplung kaputt oder irgend ein anderes der vielen Teile, die auch alle schon 40 Jahre alt sind (seufz)...

Ein Ersatzmotor kostet wahrscheinlich mit Einbau auch nicht weniger, oder? Habe hier im Forum schon mal geschaut - der Trend scheint ja zum Opel Omega A zu gehen. Meine, das hätte Rüdiger mir auch erzählt im Sommer, als es um die Pumpe ging.

Aber vielleicht recherchieren wir das noch mal richtig – @Wilk, wer sind denn die maniacs?
Sind die hier im Raum Berlin?

Falls das alles nix nützt: Kann denn wer noch Ersatzteile gebrauchen von euch? Der Kühler ist zum Beispiel toll, der hat vor zwei Jahren neue Netze rein bekommen. Ansonsten ist alles ziemlich gebraucht bei dem Auto :-)

Gruß, Saskia



Offline Dr. der Schraubologie

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« Antwort #5 am: Januar 15, 2018, 22:22:23 pm »
Der einzig sinnvolle Schritt wäre meines Erachten nach eine Differenzdruckprobe. So kann man sehen wie gesund der Motor noch ist da damit die Ventile, die Kopfdichtung, der Kopf selbst und die Kolbenringe überprüft werden können. Dann kann man noch den Ölfilter ausbauen und aufschneiden um das Filterelement auf Späne untersuchen. Ein Blick mit einem Boroskop in die Brennräume wäre auch noch zu empfehlen um die Zylinderwände auf Rillen zu kontrollieren. Alles relativ einfach und ohne großen teuren Aufwand zu erledigen und dann kann man je nach Ergebnis sagen ob eine Überholung notwendig ist oder ob der Fehler doch nur ein Kraftstoff Problem ist.
alle Kassen

Offline Wilk

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Antw:Verw"E"gene Frage
« Antwort #6 am: Januar 15, 2018, 22:47:03 pm »
hi saskia,
die sitzen so viel mir bekannt ist in friedrichsfelde.
http://www.bustechnik.de/
gruß klaus....wilk
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Offline halber

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« Antwort #7 am: Januar 16, 2018, 10:46:55 am »
das thema "e-umbau" finde ich auch SEHR spannend!

ich vermute/hoffe, dass in den nächsten 5..10 jahren die akku-technik soweit ist, dass die preise runtergehen und die kapazität deutlich hoch (pro volumen- und/oder gewichtseinheit).
für unsere schrankwände vermute ich bis zu 50kWh pro 100km. aktuell wären reichweiten von 300km gewichts- und volumentechnisch wohl nicht verbaubar (und kosten!)

die ladeinfrastruktur wird dann auch soweit sein, dass recht schnell geladen werden kann und die ladesäulendichte hoch. das ladesäulenabrechnungschaos wird sich bis dahin wohl auch gegeben haben.

langsames nachladen ist je jetzt schon auf jedem campingplatz möglich (wenn man ein paar tage bleibt, bis zur vollladung).

am markt scheinen ja seit einigen jahren kleine unternehmungen zu sein, die auf der basis von gabelstaplertechnik kleine pkw umbauen. die werden sicherlich mitziehen.

meine oldtimer-hoffnung ist, dass es mal jemanden gibt, der einen e-motor inkl. batteriesteuerung in die leergeräumten gehäuse der oldtimergetriebe reinbekommt. sprich: optisch bleibt alles beim alten.
"Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist.
Das ist nur schwer für die Anderen.

Genauso ist es, wenn du blöd bist."

Offline Ben

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Antw:Verw"E"gene Frage
« Antwort #8 am: Januar 16, 2018, 11:24:23 am »
die sitzen so viel mir bekannt ist in friedrichsfelde.
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Hm, das ist leider nicht das richtige Friedrichsfelde: liegt 137 km nördlich von uns... und wir haben schon beim Innenstadt-Abschleppen mächtig geschwitzt... danke trotzdem!

@ Herr Doktor, wir reden auf jeden Fall noch mal mit der Werkstatt am Freitag. Ich habe mich mit dem Menschen bisher nicht selbst unterhalten, aber er hat wohl so was gesagt wie "mit Starterspray muss der Motor was machen, aber tut er nicht". Was da nun allerdings genau "locker" drin sein soll entzieht sich meiner Kenntnis - wir hatten einfach gehofft, dass die anderen Dödel das nur nicht hinbekommen haben, die Ventile richtig einzustellen.

Leider haben wir da aber auch immer nur genau so viel (Halb)Wissen, wie andere (ihr zum Beispiel :-) in uns reintun ... Mal sehen, wir sagen in jedem Fall noch mal Bescheid, wenn wir da mehr wissen / eure Vorschläge vorgetragen haben.
Gruß Saskia

Offline Wilk

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« Antwort #9 am: Januar 16, 2018, 13:22:00 pm »
jörg,
der rüdiger hat doch so ein teil gehabt. so viel wie ich erstanden habe, hatte er nur nicht das richtige ladegerät dafür.
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Offline halber

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« Antwort #10 am: Januar 16, 2018, 14:48:19 pm »
klaus,
ja, rüdiger hatte (hat?) einen e-van.
allerdings halt auch mit der alten technik.
mit solch teil kann man halt nicht auf langstrecke gehen...
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Offline troll

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« Antwort #11 am: Januar 16, 2018, 20:52:25 pm »
Schau mal da rein:
http://www.kreiselelectric.com/en/projects/electric-g-class/
Die haben auch schon ein bully umgebaut...
boris
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Offline Bedford Blitzi

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Antw:Verw"E"gene Frage
« Antwort #12 am: Januar 17, 2018, 23:04:44 pm »
Hallo Ben,

wir haben noch einen guten 2,3 Diesel aus einem Rekord mit neuer ZKD hier liegen,
er läuft schön und wäre für dich eine gute Alternative,
Ölwanne Tauschen  und alle Teile von Deinem Alten Dran - dann seid Ihr wieder mobil

das Ding muß bald weg ! wir müßen die Werkstatt räumen und haben noch keine Neue !!!!

Manfred

Offline Ben

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« Antwort #13 am: Januar 25, 2018, 14:14:34 pm »
Hallo Manfred,

vielen Dank für Dein Angebot!
Was würde der Motor denn ungefähr kosten?

Herzliche Grüße


Saskia

Offline Ben

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« Antwort #14 am: Februar 11, 2018, 17:28:58 pm »
Liebes Bedford-Forum,

vielen Dank für die zahlreichen Ratschläge.
Wir haben mit Manfred und Rüdiger wegen des 2,3 l Diesel aus dem Record Kontakt gehabt und hin und her überlegt.
Wir schaffen es aber leider nicht, weder finanziell noch zeitlich/nervlich, den Wagen noch einmal flott machen zu lassen.
So Leid es uns tut müssen wir das Thema Wohnmobil deshalb für uns beenden und uns aus dem Forum verabschieden.
Das Wohnmobil findet Ihr unter "Biete".
Wir würden uns freuen, wenn es jemand von Euch weiter verwenden könnte.

Herzliche Grüße und alles Gute


Saskia und Matthias