Autor Thema: Drehmomentschwankungen und Pffffffft  (Gelesen 13096 mal)

Offline Wilk

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« Antwort #195 am: Mai 09, 2018, 12:18:03 pm »
an dieser stelle frage ich mich jetzt ernsthaft, wie man bei einem demontierten kopf feststellen kann, daß die ventilkappen noch genug einstellungsspiel haben. jetzt gebe ich dir recht, deine fähigkeiten sind wohl doch nicht so gut, wie ich bis jetzt angenommen hatte.
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« Antwort #196 am: Mai 09, 2018, 12:32:02 pm »
an dieser stelle frage ich mich jetzt ernsthaft, wie man bei einem demontierten kopf feststellen kann, daß die ventilkappen noch genug einstellungsspiel haben. jetzt gebe ich dir recht, deine fähigkeiten sind wohl doch nicht so gut, wie ich bis jetzt angenommen hatte.
gruß klaus....wilk

Natürlich gar nicht. Das Ventilspiel liest sich nicht mehr einstellen. Das war schon letztes Jahr Fakt ("ging gerade so noch"). Aber wenn der Kopf ab ist, dann man einen Blick auf den Zustand von Ventilen (abgebrannt?, Gebrochen?, Verkohlt?) werfen und auch den Zylinder / Kolben auf grobe Beschädigungen prüfen. Außerdem muss der Kopf doch eh runter um an die Madenschrauben zum Einstellen zu tauschen, oder?

Falls du auf den neuen Kopf anspielst kann ich mich nur auf das Wort des Verkäufers verlassen.
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« Antwort #197 am: Mai 09, 2018, 13:52:42 pm »
klaus, ich geb dir da teilweise recht. die einstellbarkeit ist im demontierten zustand nur noch indirekt feststellbar. die einzelteile sind aber vermessbar.
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« Antwort #198 am: Mai 09, 2018, 14:08:11 pm »
Außerdem muss der Kopf doch eh runter um an die Madenschrauben zum Einstellen zu tauschen, oder?

nein, das geht auch so: alte Schrauben über den Widerstand herausschrauben, Untermaßschrauben rein... Kopf kann bleiben wo er ist
:hut:                                                                                                                                                                                                        :flitz:

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« Antwort #199 am: Mai 09, 2018, 14:17:18 pm »
um zu prüfen, ob kolben, ringe & co in ordnung sind, muss der kopf runter (wenn denn diese kontrolle noch das ziel ist). oder liege ich hier falsch?

wenn es nur um die nichteinstellbarkeit der aktuellen ventilsituation geht, hast du natürlich recht (allerdings bezweifle ich, dass jemand, der DAS zum ersten male macht, da erfolgreich ist).
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« Antwort #200 am: Mai 09, 2018, 14:20:27 pm »
wenn es nur um die nichteinstellbarkeit der aktuellen ventilsituation geht, hast du natürlich recht (allerdings bezweifle ich, dass jemand, der DAS zum ersten male macht, da erfolgreich ist).

naja, eine Schraube rausdrehen und einen andere rein, traue ich so ziemlich jedem zu  :a176:
:hut:                                                                                                                                                                                                        :flitz:

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« Antwort #201 am: Mai 09, 2018, 14:39:11 pm »
ich habe gestandene kfz-meister erlebt, die konnten mit korkdichtungen nicht umgehen. die waren der meinung, dass müsste mit verlängerung schööön fest angeknallt werden ...
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« Antwort #202 am: Mai 09, 2018, 14:41:28 pm »
wenn wir immer nur von "Deppen" ausgehen, brauchen wir gar keine Ratschläge oder Tipps mehr zu geben  :pfeif:
:hut:                                                                                                                                                                                                        :flitz:

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« Antwort #203 am: Mai 09, 2018, 17:05:53 pm »
um zu prüfen, ob kolben, ringe & co in ordnung sind, muss der kopf runter (wenn denn diese kontrolle noch das ziel ist). oder liege ich hier falsch?

Das ist korrekt. Wenn dann der Stand ist: Ventile abgebrannt / nicht mehr mit derzeitigen Madenschrauben einstellbar / anderer Defekt am Kopf, dann wird mein kürzlich erstandener Kopf eingebaut - mit neuem Dichtsatz, Zahnriemen und co.

Ansonsten habe ich eh ein Problem... Denn dann muss wohl ein neuer Motor her.
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« Antwort #204 am: Mai 09, 2018, 17:07:54 pm »
ich halte pascals nicht für einen deppen!

wenn ich mich recht entsinne, wollte er sich die kolben, ventile etc. ansehen und nicht nur das ventilspiel wieder auf "einstellbar" hinbekommen.

für "kolben" muss halt der kopf runter und in dem zusammenhang kann die ganze ventileinstellerei (neue schrauben) ohne zusätzliche fingergelenke erledigt werden.

aber, jeder wie er mag!  :bier2:
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« Antwort #205 am: Mai 09, 2018, 18:37:48 pm »
ich halte pascals nicht für einen deppen!

davon ging ich aus ...aber ein KFZ Meister der nicht fähig ist eine Korkdichtung zu verbauen dürfte wohl ein Solcher sein oder?
:hut:                                                                                                                                                                                                        :flitz:

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« Antwort #206 am: Mai 09, 2018, 18:39:08 pm »
jo!
da hab ich dich falsch verstanden
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« Antwort #207 am: Mai 09, 2018, 18:53:33 pm »
Wenn dann der Stand ist: Ventile abgebrannt / nicht mehr mit derzeitigen Madenschrauben einstellbar / anderer Defekt am Kopf,...

nur weil ein Ventil nicht mehr mit der (vielleicht ersten) Madenschraube einstellbar ist, ist das noch kein Defekt! Deshalb gibt es ja zwei oder drei verschiedene Einstellschrauben
:hut:                                                                                                                                                                                                        :flitz:

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« Antwort #208 am: Mai 09, 2018, 19:39:43 pm »
HY....-.

so nun wird es aber Zeit, dass ich mich ´mal wieder einklinke----

nachdem ich mit Rüdiger nun seit 10 Jahren hier die Bettys mache - kann ich ohne Übertreibung sagen ich kenn mich einwenig aus.....

also Pasclats,  der Kopf vom 1,8er passt, jedoch die Nockenwelle hat andere Steuerzeiten !!!!
ob der Kopf gut ist - entscheidet nicht die Einstellbarkeit der Ventile - wichtiger ist wie tief die Ventilsitze eingelaufen sind -
das wiederum beeinflusst die Einstellbarkeit.

Dein neuer Kopf ist dann GUT wenn die Teller der Ventile noch so ca. 3 mm in den Brennraum ragen.

zu Deinem Alten Kopf mußt Du dir keine Gedanken machen -
die Betty will ihr Ventilspiel  -kalt - auf maximum - sonst geht das in die Hose - so wie bei Dir jetzt -
ins Auslassventil von Zyl. 3 hat es dir jetzt eine schöne Kerbe reingebrannt - und beim Zyl. 4 schon leicht Risse -

genau das habe ich hier schon 50 mal gehabt - hätte der Werkstattmeister die Vorschläge der Kollegen hier im Forum berücksichtigt -
und die Passenden Keile eingedreht - bzw. so wie ich es auch mache - die Keile vorsichtig nachgearbeitet - wäre kein Defekt aufgetreten....

grundsätzlich macht man bei einem Alten Motor nix mehr am Kopf - weil dann gern die Pleuellager fliegen gehen !!

 Betty ist aber so Fehlertolerant - dass sie das meistens verzeiht !!!!
Vorraussetzung - Öldruck ist sofort nach Motorstart vorhanden !! - sonst kritisch !

Wenn Du deinen Ölwechsel selber hinbekommst - kriegst Du auch den Kopf getauscht !!!

so nun noch zum Kopf selber - hinten zwischen Zyl.3 und 4 auf der Ansaugseite befindet sich eine Bohrung fürs Kühlwasser-

die ist meist nur 6 oder mm groß - die solltest Du auf 13 oder 14 aufbohren - und bei der Montage darauf achten,
dass die Krümmerdichtung an dieser Stelle auch ein entsprechends Loch hat ( sonst nachstanzen ) - andernfalls passiert dir das Disaster
wahrscheinlich in ein paar Jahren nochmal......

Kopf planen kannst du dir Sparen, so ein Gußkopf verzieht sich eigentlich nicht  -schon gar nicht beim 1,8er -   ( 0,1 mm Verzug ist zulässig )
du gefährdest sonst auch unnötig die Pleuellager.....

wichtig ist auch die Tassenstössel zu kontrollieren -  die mit Kratern auf der Oberfläche sofort in die Tonne.....

sparsam mit dem Dichtungskleber - am Nockenwellenkasten - Mittig - ist der Ölkanal - der darf nicht zugehen !!!!!

allmählich wird der Tread hier etwas lang - und unübersichtlich --

bitte fangt für die weitere Vorgehensweise ein neues Thema an.........



L.G.

Manfred


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« Antwort #209 am: Mai 09, 2018, 20:13:08 pm »
im großen ganzen habt ihr alle, mich eingeschlossen, etwas recht. trotzdem möchte ich aber davon abraten die einstellschraube im tassenstößel nach klaus seinen rat zu wechseln. habe ich auch mal versucht. dabei ist der vordere rand aber abgebrochen und die neue schraube ging auch nicht so rein, eben wegen diesen rand .ich war also gezwungen , den kopf doch noch abzunehmen um das abgebrochene stück zu entfernen..

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